BIER IM ROST
bier

Lange Zeit gab es bei uns im Rost in Liebenau das Stiegl Bier. Im Laufe der Zeit entsprach das Bier aber nicht mehr dem Geschmack unserer Gäste und das Fassbier wurde immer weniger angenommen. Durch das „Bier des Monats“ konnten wir zwar immer wieder Alternativen anbieten, aber eine langfristige Lösung wurde so nicht angeboten.

Dieses Projekt starteten wir mit einer Blind-Bierverkostung am Freitag, 1. April 2016.

Unser damaliger Brauunion-Vertreter hatte uns auf die Idee gebracht, dass wir ja nicht unser eigenes Bier brauen müssten, aber dass wir ein eigenes Hausbier verkaufen könnten. Dabei würden wir die Möglichkeit bekommen, vier Biere zu verkosten, die wir dann unter eigenem/unserem Namen verkaufen könnten.

Der Gedanke gefiel uns sehr gut, passte er doch zu unserem Motto „Was am meisten gewünscht wird, wird auch geliefert.“

Da das Bier ja von unseren Gästen getrunken, und zwar g e r n e getrunken werden sollte, wollten wir sie auch entscheiden lassen, was denn das Hausbier werden würde. Um selber die gleichen Voraussetzungen zu haben, wollten auch wir im Vorfeld nicht wissen, welche verschiedenen Biere wir zu trinken bekommen würden.

Am 1. April luden wir also unsere Nachbarn, den Sparverein, ….. kurz um all unsere interessierten jungen und alten Stammgäste in unseren Stadl ein, um uns bei der Entscheidungsfindung zu helfen.

Anders als bei einer „normalen“ Bierverkostung sollte es nicht um einen Vergleich der Schaumkrone, der Farbe oder dergleichen gehen, sondern rein um die Süffigkeit der Kostproben und darum, welches Bier den Wunsch nach mehr wecken würde ;-)

So unterschiedlich die Gäste, so unterschiedlich waren dann auch die Geschmäcker. Gemeinsam hatten aber alle „Experten“, dass sie ernsthaft bei der Sache waren und durchwegs sinnvolle Kommentare und sachdienliche Hinweise zur Wahl unseres neuen RostBarBieres hinterlassen haben. Dafür wollen wir uns nochmals sehr bedanken, denn alleine wären wir zwei den 110 Litern nicht Herr geworden und Sinn hätte es dann bei uns auch keinen mehr gemacht, irgendeine Bewertung abzugeben.

Mittlerweile ist es kein Geheimnis mehr: das Dreier ist´s geworden!

An dieser Stelle haben wir dann scheibchenweise verraten, welche Biere nicht gewonnen haben:

Platz 4  – Bernstein vom Hofbräu Kaltenhauser (Klick aufs Bier für Details)

Platz 3  – Puntigamer Panther (Klick aufs Bier für Details)

Platz 2 – Schwechater

 

Obwohl jedes Bier von einer Anzahl Gäste als Favorit gehandelt wurde, war ein eindeutiger Sieger rasch ermittelt:

Platz 1 – Starobrno Altbrünner GoldStarobrno ist das Premium Bier für die Liebhaber der tschechischen Braukunst. Vollmundig und besonders rund zeichnet sich diese Spezialität mit ihren Ursprüngen in Brünn aus. Die feinen Karamelltöne klingen bereits im Aroma an und verhallen sanft als prominenter Malzton im Abgang.

Stammwürze 11,5 °
Vol. Alkohol 5 %
Kalorien je 100 ml 43 kcal

Nachdem wir unser Bier nun gefunden hatten, musste einiges in unserem Betrieb verändert und angepasst werden: Das Wichtigste war, ein Logo zu entwickeln und dann auf unsere neuen Gläser zu drucken. Aber auch neue Bierdeckel, Gastgartenlampen, Sonnenschirme, Gassenbeleuchtung, Getränkekarten, ….wurden fällig. So konnten wir im Herbst dann endlich mit unserem Rostbräu starten, das sich seitdem großer Beliebtheit erfreut.

Neben unserem immer angeschlagenen Hausbier haben wir auch einige Flaschenbier ständig im Repertoire:

 

kaiserglas 02 183x400Flaschenbiere in der Rostbar:

Kaiser Märzen - Das Kaiser Fasstyp hat eine helle, strohgelbe Farbe mit eleganter Perlage und besticht in der Nase mit feinen Hopfen- und Getreidenoten. Im Geschmack ist dieses traditionelle Märzenbier harmonisch und vollmundig, mit angenehmer Kohlensäure. Geliefert wird es mit 11,6° Stammwürze und einem Vol. Alkoholwert von 5 %.

Freistädter Ratsherrntrunk - besticht mit funkelndem Gold, vornehmem Glanz und edlem Schaum. Hat eine distinguierte Nase: neben Hopfen und Malz noch Spuren von Bergamotte. Im Antrunk voller Eleganz, weich und rund gefolgt von einem stattlichen Malzkörper. 12,2° Stammwürze, Alkohol 5,2 % Vol.,

Franziskaner Hefe Weissbier Naturtrüb - ist ein natürlicher und eleganter Weissbierprotagonist aus Bayern mit einem üppig weißen Schaum. Das kupfergoldene Weizenbier entfaltet einen aromatischen Duft mit harmonischer Frucht in dem Bananen und Zitrusfrüchte grüßen lassen. Durch den höheren Kohlensäuregehalt ist es besonders spritzig und perlend. Alkoholgehalt: 5,0 % vol. Stammwürzegehalt: 11,8 %

Franziskaner Alkoholfrei - Alkoholgehalt: < 0,5 % vol. Stammwürzegehalt: ca. 6,2 %
Wie wird Franziskaner Alkoholfrei hergestellt? Zur Erreichung des typischen Franziskaner Geschmacks wurden zwei Brauverfahren für alkoholfreies Bier auf einzigartige Art und Weise kombiniert. Bei der ersten Methode wird die Gärung mittels Erhitzung gestoppt und so die Entstehung von Alkohol verhindert. Bei der zweiten Methode wird dem vollständig vergorenen Bier der Alkohol durch Zentrifugation oder Filtration wieder entzogen.

Gösser Naturgold - Gösser NaturGold alkoholfrei - Österreichs bestes alkoholfreies Bier: sattes Gold, naturtrüb dadurch besonders vollmundig im Geschmack, gepaart mit feiner Hopfennote – echter Gösser Biergenuss zu jeder Tageszeit! Alkoholgehalt: <0,5 %, Stammwürze: 7°

 

Was hatten wir schon?
Heineken - Veltins - Jever - Pilsner Urquell - Wieselburger - Warsteiner - Freistädter Junghopfenpils - Fosters - Desperados - Weihenstephaner Weizengold - Stiegl Goldbräu - Freistädter Bio Zwickl - Gösser - Puntigamer - Stiegl Bockbier - Freistädter Black Bock - Kaiser Oktoberbier - Stiegl Herbstgold - Stiegl Pale Ale - Affligem - Reininghaus - Freistädter Rotschopf.

 

Übers Bier
bier 203Die Geschichte des Bieres reicht weit in die Geschichte der Menschheit zurück: Bier ist eines der ältesten alkoholischen Getränke. Vermutlich bekannt ist es seit in China und nahezu gleichzeitig im Gebiet des Fruchtbaren Halbmondes Menschen vor etwa 10.000 Jahren begannen, Getreide zu sammeln und zufällig entdeckten, dass Getreidebrei, den man einige Tage stehen ließ, zu gären begann. Zahlreiche archäologische Funde belegen, dass im Gebiet des Fruchtbaren Halbmondes Menschen bereits aus der Zeit um 10.000 vor Christus wild wachsende Getreideähren mit Sicheln aus geschliffenem Feuerstein sammelten, in geflochtenen, mit Gips oder Bitumen verdichteten Körben transportierten, in unterirdischen Speichern lagerten und mit Steinen zerkleinerten. Etwa um 9.000 vor Christus fing man in dieser Zeit auch an, Gerste und Weizen zu kultivieren. Vermutlich sehr früh entdeckten Menschen das Mälzen von Getreide, da die Vorratslager für Getreide selten vollkommen wasserdicht waren. In Wasser eingeweichtes Getreide beginnt zu keimen, dabei entwickeln sich insbesondere bei Gerste Enzyme, die die Stärke der Getreidekörner zu Malzzucker spalten. Da die Menschen der Jungsteinzeit noch keine Schrift kannten, fehlen Dokumente über die Bedeutung des Bieres. Neuesten Erkenntnissen zufolge soll das Bier noch älter als 9000 Jahre sein, worauf Funde in China hindeuten. Tongefäße, die mit Spuren eines gegorenen Getränkes aus Reis, Honig und Früchten gefüllt waren, wurden in der nordchinesischen Provinz Henan entdeckt. (Quelle Wikipedia)

Kurioses rund ums Bier
Der Codex Ḫammurapi (1700 v. Chr.) enthält die älteste überlieferte Bierschankordnung der Welt.
Hier einige Auszüge aus dem Gesetz: Die Wirtin, die sich ihr Bier nicht in Gerste, sondern in Silber bezahlen lässt, oder die minderwertiges Bier ausschenkt, wird ertränkt.
Eine Priesterin, die ein Bierhaus aufsucht oder gar ein solches eröffnet, wird verbrannt. Die Wirtin, die in ihrer Gaststätte politische oder staatsgefährdende Diskussionen duldet, ohne die Gäste der Obrigkeit auszuliefern, wird getötet. Bierpanscher werden in ihren Fässern ertränkt oder so lange mit Bier vollgegossen, bis sie ersticken.
Da hat sich ja Gottseidank vieles geändert  smile1

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